Beitragsbeispiele nach Betriebsart

Der Beitrag der Helvetia geschäftlichen Haftpflicht richtet sich nach Betriebsart, Betriebsgröße und gewählter Versicherungssumme. Da Helvetia Tarife für mehr als 430 verschiedene Betriebsarten anbietet, lässt sich der Schutz sehr genau auf die eigene Tätigkeit zuschneiden. Die folgenden Beispiele dienen als erste Orientierung – Ihr persönliches Angebot kann davon abweichen, die genaue Zahl für Ihren Betrieb ermittelt unser Formular auf dieser Seite kostenlos.

Helvetia Geschäftshaftpflicht

Selbstständiger Berater

Freiberufler ohne Mitarbeiter, 3 Mio. € Deckung: ca. 90–170 €/Jahr. Ohne Sachwertrisiko bleibt der Beitrag hier vergleichsweise gering.

Helvetia Geschäftshaftpflicht

Handwerksbetrieb mit 2 Mitarbeitern

Elektro- oder Sanitärbetrieb, 3–5 Mio. € Deckung: ca. 200–450 €/Jahr. Tätigkeitsschäden am Kundeneigentum treiben den Beitrag hier nach oben.

Helvetia Autohauspolice

Kfz-Betrieb

Autohaus mit Werkstatt und Verkauf, kombinierte Deckung: ca. 400–800 €/Jahr, abhängig von Fahrzeugbestand und Werkstattgröße.

Helvetia mit Vorversicherer-Rabatt

Wechsel nach 5 Jahren schadenfrei

Bestehender Betrieb mit Vorversicherung: 10% Rabatt auf den regulären Jahresbeitrag bei nachgewiesener Schadenfreiheit.

Helvetia D&O

GmbH-Geschäftsführung

Persönlicher Schutz für einen Geschäftsführer: meist mehrere Hundert €/Jahr, abhängig von Unternehmensgröße und Haftungsvolumen.

Zu den wichtigsten Einflussfaktoren zählen bei Helvetia neben der Betriebsart vor allem die gewählte Versicherungssumme, die Anzahl der Mitarbeiter und eine mögliche Vorversicherung mit schadenfreier Historie.

Wer eine höhere Versicherungssumme wählt, zahlt zwar einen höheren Beitrag, reduziert im Gegenzug aber das Risiko, bei einem außergewöhnlich hohen Schaden aus eigener Tasche nachzahlen zu müssen. Für Betriebe mit größerem Sach- oder Personenschadenpotenzial, etwa im Baugewerbe oder bei Kfz-Betrieben mit vielen Kundenfahrzeugen, lohnt sich daher häufig eine Versicherungssumme oberhalb des gesetzlichen Mindestmaßes.

Helvetia geschäftliche Haftpflichtversicherung im Überblick

Die geschäftliche Haftpflichtversicherung von Helvetia bietet ausreichende Deckungssummen für Personen-, Sach- und Vermögensschäden sowie individuelle Deckungskonzepte speziell für Handwerk und Dienstleistung. Unternehmer haften dabei nicht nur für eigene Fehler, sondern auch für Tätigkeitsschäden ihrer Mitarbeiter – ein Risiko, das die geschäftliche Haftpflicht von Helvetia gezielt abdeckt.

Helvetia positioniert dieses Produkt als Teil eines breiteren Angebots gewerblicher Haftpflichtversicherungen, die sich je nach Betriebsart individuell zuschneiden lassen. Über den Online-Vergleich sind Helvetia-Tarife für mehr als 430 verschiedene Betriebsarten verfügbar, was die Bandbreite der abgedeckten Branchen verdeutlicht.

Absicherung für Vorstände und Organe

Neben der geschäftlichen Haftpflicht bietet Helvetia mit der D&O-Versicherung einen eigenen Baustein für Geschäftsführer, Vorstände und Aufsichtsräte an. Kommt es zu einer unternehmerischen Fehlentscheidung, für die die Geschäftsleitung persönlich in Regress genommen wird, übernimmt diese Police die entstehenden Ansprüche. Besonders für GmbH-Geschäftsführungen, deren Privatvermögen sonst mithaften könnte, ist dieser Zusatzschutz empfehlenswert.

Deckungskonzepte für Handwerk und Dienstleistung

Für Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe hält Helvetia spezifische Deckungskonzepte bereit, die die typischen Risiken dieser Branchen bereits im Grundschutz berücksichtigen:

  • PersonenschädenHeilbehandlung und Schmerzensgeld für Dritte
  • SachschädenReparatur oder Wiederbeschaffung bei Drittschäden
  • Vermögensschädenals Folge von Personen- oder Sachschäden
  • Tätigkeitsschädenbei der Arbeit am Kundeneigentum

Gerade die Absicherung von Tätigkeitsschäden ist für Handwerksbetriebe von zentraler Bedeutung, da hier bereits kleine Ausführungsfehler zu kostspieligen Folgeschäden führen können – etwa wenn bei einer Renovierung ein vorhandener Bodenbelag beschädigt wird.

Ergänzend zu den Tätigkeitsschäden berücksichtigt Helvetia bei Dienstleistungsbetrieben auch das Obhutsrisiko, also Schäden an Gegenständen, die dem Betrieb zur Bearbeitung, Aufbewahrung oder Beförderung überlassen wurden. Für Betriebe, die regelmäßig mit fremdem Eigentum arbeiten, etwa Reinigungsfirmen oder Reparaturwerkstätten, ist dieser Baustein oft ebenso wichtig wie die klassische Personen- und Sachschadendeckung.

Der Helvetia Vorversicherer-Rabatt

Ein besonderer Anreiz für einen Anbieterwechsel ist der Vorversicherer-Rabatt von Helvetia: Wer eine Vorversicherung sowie fünf Jahre ohne Haftpflicht-Schäden nachweisen kann, erhält einen Rabatt von zehn Prozent auf den Beitrag der Betriebshaftpflichtversicherung. Dieser Rabatt honoriert eine positive Schadenhistorie und macht den Wechsel zu Helvetia für etablierte, schadenfreie Betriebe finanziell attraktiver.

Um den Rabatt zu erhalten, genügt in der Regel der Nachweis der Vorversicherung mit den entsprechenden Schadenfreiheitsjahren, den der bisherige Versicherer auf Anfrage ausstellt. Betriebe, die noch keine fünfjährige schadenfreie Historie vorweisen können, etwa Existenzgründer, erhalten den Rabatt zwar nicht sofort, können ihn aber bei der ersten Vertragsverlängerung nach ausreichender Schadenfreiheit nachträglich geltend machen.

Helvetia Speziallösungen: Die Autohauspolice

Neben der klassischen geschäftlichen Haftpflicht bietet Helvetia mit der Autohauspolice eine eigenständige Lösung für Kfz-Betriebe, die alle relevanten Gefahren eines Autohauses finanziell absichert. Dazu zählen sowohl die Haftpflichtrisiken der Werkstatt als auch Sachrisiken für den Fahrzeugbestand, die bei einem klassischen Autohaus mit Verkauf und Reparaturservice gleichermaßen relevant sind.

Diese branchenspezifische Bündelung erspart Kfz-Betrieben die Koordination mehrerer Einzelverträge und berücksichtigt die besonderen Risiken dieser Branche – etwa Schäden an Kundenfahrzeugen während der Werkstattarbeit oder auf dem Betriebsgelände geparkte Fahrzeuge im Kundenauftrag.

Neben der Autohauspolice hat Helvetia im Laufe der Jahrzehnte weitere branchenspezifische Produktlinien entwickelt, die sich an den jeweils typischen Risikoprofilen orientieren, statt auf eine einheitliche Standarddeckung für alle Branchen zu setzen. Diese Spezialisierung ist Teil der langjährigen Strategie von Helvetia, branchennahes Fachwissen direkt in die Produktgestaltung einfließen zu lassen.

Konkret bündelt die Autohauspolice typischerweise mehrere Einzelrisiken in einem Vertrag: die Betriebshaftpflicht für Schäden gegenüber Kunden und Dritten, eine Kfz-Handel- und -Handwerk-Deckung für den Fahrzeugbestand sowie ergänzende Bausteine für Vorführ- und Kundenfahrzeuge, die sich zeitweise auf dem Betriebsgelände befinden. Für Autohäuser mit angeschlossener Werkstatt ist diese Bündelung besonders wertvoll, da hier Haftungsrisiken aus Verkauf und Reparatur eng miteinander verzahnt sind.

Helvetia für Selbstständige und Freiberufler

Für Selbstständige bietet Helvetia zahlreiche Lösungen, die speziell auf die individuelle berufliche Tätigkeit zugeschnitten sind. Über den Online-Tarifvergleich lassen sich Angebote für die selbstständige Tätigkeit unmittelbar mit denen weiterer Anbieter gegenüberstellen, um Preis und Leistung schnell und bequem zu vergleichen.

Gerade für Freiberufler ohne eigene Mitarbeiter, die noch keinen umfassenden Versicherungsschutz aufgebaut haben, empfiehlt sich der Einstieg über die geschäftliche Haftpflicht, ergänzt um weitere Bausteine, sobald der Betrieb wächst und zusätzliches Personal eingestellt wird.

Für einige Berufsgruppen unter den Selbstständigen besteht zudem eine gesetzliche Pflicht zur Rentenversicherung, darunter freiberufliche Lehrer, Erzieher und Pflegepersonen sowie Künstler und Publizisten über die Künstlersozialkasse. Wer zu diesen Berufsgruppen zählt, sollte die betriebliche Haftpflicht stets in Kombination mit der passenden Altersvorsorge planen, statt beide Themen getrennt voneinander zu betrachten.

Für Existenzgründer, die ihren Betrieb gerade erst aufbauen, empfiehlt Helvetia einen stufenweisen Ausbau des Versicherungsschutzes: Zunächst die geschäftliche Haftpflicht als Basisschutz, danach je nach Geschäftsentwicklung weitere Bausteine wie Inhaltsversicherung oder D&O-Schutz, sobald das Unternehmen wächst und zusätzliche Risiken entstehen. Dieser modulare Ansatz vermeidet unnötige Kosten in der frühen Gründungsphase, ohne wichtige Absicherungslücken offenzulassen.

Ergänzende Bausteine bei Helvetia

Über die geschäftliche Haftpflicht hinaus bietet Helvetia ein breites Portfolio weiterer Gewerbeprodukte:

  • Helvetia D&O-VersicherungSchutz bei persönlicher Haftung
  • Helvetia Transportversicherungfür Warentransporte
  • Helvetia Inhaltsversicherungfür Betriebseinrichtung und Waren
  • Helvetia Cyberversicherunggegen digitale Bedrohungen
  • Helvetia Kreditabsicherungfür Warenkredite und Forderungen
  • Helvetia Kautionsversicherungstatt Bankbürgschaft
  • Helvetia Kfz-Versicherungfür den betrieblichen Fuhrpark
  • Helvetia Gruppen-Unfallversicherungfür Mitarbeiter im Betrieb

Besonders die Helvetia Kreditabsicherung verdient einen genaueren Blick: Sie schützt Unternehmen vor Forderungsausfällen, wenn Geschäftspartner insolvent werden oder Rechnungen trotz Mahnung nicht begleichen. Für Betriebe, die regelmäßig auf Rechnung liefern, kann dieser Baustein einen wichtigen Beitrag zur finanziellen Stabilität leisten, gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten mit steigenden Insolvenzzahlen.

Drei Fälle aus Handwerk und Autohaus

Drei Beispiele veranschaulichen, wie die Helvetia geschäftliche Haftpflicht im Schadenfall reagiert:

Beispiel

Beschädigter Bodenbelag

Ein Handwerksbetrieb beschädigt bei einer Renovierung den vorhandenen Bodenbelag des Kunden. Die Tätigkeitsschäden-Komponente der Helvetia übernimmt die Reparaturkosten.

Beispiel

Kundenfahrzeug in der Werkstatt beschädigt

Während der Reparatur wird ein Kundenfahrzeug versehentlich beschädigt. Die Helvetia Autohauspolice übernimmt den Sachschaden im Rahmen der vereinbarten Deckung.

Beispiel

Sturz im Geschäftsbereich

Ein Kunde stürzt im Geschäftsbereich eines Einzelhandelsbetriebs. Die geschäftliche Haftpflicht übernimmt Heilbehandlungskosten und Schmerzensgeld.

Erreichbarkeit und Schadenmeldung

Schäden lassen sich bei Helvetia sowohl telefonisch als auch über digitale Kanäle im Kundenportal melden. Kunden, die ihren Vertrag über einen regionalen Vermittler abgeschlossen haben, profitieren zusätzlich von einem persönlichen Ansprechpartner vor Ort.

Für die Betreuung von Gewerbekunden unterhält Helvetia bundesweit mehrere Regionaldirektionen, die sowohl Vermittler als auch größere Firmenkunden direkt vor Ort unterstützen. Diese dezentrale Struktur ergänzt die zentrale Erreichbarkeit über die Direktion für Deutschland in Frankfurt am Main.

Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG

AnschriftBerliner Straße 56-58, 60311 Frankfurt am Main
Telefon069 1332-0
E-Mailinfo@helvetia.de

Die Stärken von Helvetia auf einen Blick

✓ Stärken📊 Meilensteine
Tarife für über 430 Betriebsarten, sehr genaue Zuordnung möglichSehr feine Tarifzuordnung nach tatsächlicher Tätigkeit
Attraktiver Vorversicherer-Rabatt von 10 Prozent bei schadenfreier HistorieAb 5 schadenfreien Jahren beim Vorversicherer
Über 165 Jahre Markterfahrung, jetzt zusätzliche KonzerngrößeGegründet 1858 in St. Gallen, Schweiz
Speziallösung Autohauspolice für Kfz-Betriebe aus einer HandKombiniert mehrere Bausteine in einem Vertrag

Am ehesten lohnt sich Helvetia für Betriebe, die eine sehr genaue Branchenzuordnung wünschen und von der Kombination aus langjähriger Schweizer Versicherungstradition und der neuen Konzerngröße nach der Fusion profitieren wollen. Kfz-Betriebe finden mit der Autohauspolice zudem eine speziell zugeschnittene Lösung, die viele Generalversicherer in dieser Form nicht führen.

Von St. Gallen zur Helvetia Baloise Gruppe

Die Helvetia Versicherungsgruppe wurde 1858 in St. Gallen, Schweiz, gegründet und expandierte bereits 1862 mit einer eigenen Niederlassung nach Deutschland. Damit zählt Helvetia zu den traditionsreichsten Versicherungsmarken Europas und konzentriert sich seit ihrer Gründung auf das Geschäft mit Lebens-, Schaden- und Rückversicherungen.

Ende 2025 haben die Schweizer Versicherer Helvetia und Baloise ihre Fusion rechtlich besiegelt. Aus den beiden bisher eigenständigen Konzernen entstand die Helvetia Baloise Gruppe, die sich damit zum größten Allbranchenversicherer der Schweiz und zu einer der führenden Versicherungsgruppen Europas entwickelt hat. Am 5. Februar 2026 gab das fusionierte Unternehmen bekannt, künftig überall dort, wo bislang beide Marken parallel existierten – also insbesondere in der Schweiz und in Deutschland – ausschließlich unter dem Namen Helvetia aufzutreten.

Seit dem 5. Mai 2026 gilt dieser neue, einheitliche Markenauftritt. Die Helvetia Baloise Gruppe beschäftigt konzernweit rund 22.000 Mitarbeitende und betreut etwa 13 Millionen Kunden – von Privatpersonen und kleinen und mittleren Unternehmen bis hin zu internationalen Kundengruppen. Für bestehende Kunden beider vormals getrennter Marken ändert sich durch die Fusion zunächst nichts an den vertraglich vereinbarten Bedingungen.

Für den deutschen Markt kündigten Konzernchef Fabian Rupprecht und der für Deutschland zuständige Hauptbevollmächtigte Jürg Schiltknecht an, dass erste Veränderungen im Zuge der Integration schrittweise spürbar werden. Ziel der fusionierten Gruppe ist es, die Stärken beider vormals eigenständigen Marken zusammenzuführen, ohne dabei die über 165-jährige Schweizer Versicherungstradition aus den Augen zu verlieren, für die Helvetia historisch steht.

Die Integration der beiden Konzerne verläuft dabei nicht ohne Auswirkungen auf die Belegschaft: Im Zuge der Fusion wird in Deutschland mit einem Abbau von rund 300 Arbeitsplätzen gerechnet, wobei das fusionierte Unternehmen nach eigener Aussage auf sozialverträgliche Lösungen wie Altersteilzeit- oder Auflösungsverträge setzt, statt betriebsbedingte Kündigungen auszusprechen. Für Gewerbekunden ist dieser interne Umbau in der Regel nicht unmittelbar spürbar, da Vertragsverwaltung und Schadenservice während der Übergangsphase weiterlaufen.

Langfristig verspricht sich die Helvetia Baloise Gruppe von der Fusion vor allem Skaleneffekte in der Produktentwicklung und im IT-Betrieb, die sich mittelfristig auch in verbesserten Konditionen für Gewerbekunden niederschlagen könnten. Bis dahin bleibt für bestehende Kunden vor allem eines wichtig: Die vertraglich zugesicherten Leistungen ändern sich durch den Markenwechsel nicht.

Worauf es beim Abschluss ankommt

Da Helvetia Tarife für über 430 Betriebsarten führt, lohnt sich beim Erstabschluss vor allem die genaue Zuordnung der eigenen Tätigkeit:

  • Die passende von über 430 Betriebsarten im Tarifvergleich identifizieren
  • Bei Kfz-Betrieben direkt die Autohauspolice als Bündellösung prüfen
  • Tätigkeitsschäden und Obhutsrisiko für Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe mitplanen
  • D&O-Versicherung für die Geschäftsführung bei Gründung einer GmbH ergänzen

Wer bereits mehrjährig schadenfrei versichert war, kann den Vorversicherer-Rabatt von 10 Prozent direkt beim Neuabschluss geltend machen.

Lohnt sich Helvetia für Ihren Betrieb?

Helvetia eignet sich besonders für Betriebe, die eine sehr genaue Zuordnung ihrer Tätigkeit zu einer von über 430 Betriebsarten schätzen, sowie für Unternehmen mit langjähriger schadenfreier Historie, die vom Vorversicherer-Rabatt profitieren möchten. Über unser Formular auf dieser Seite finden Sie kostenlos heraus, ob sich Helvetia für Ihre Betriebsart wirtschaftlich lohnt.